Stellungnahme zu Konsultation - Rückforderungsprozesse

VonE-Control Austria XX Johannes Hackner 
Datum22.12.2017 
Text

Energie-Control Austria (E-Control) begrüßt die gegenständliche Konsultation
der Rückforderungsprozesse und nimmt wie
folgt Stellung:




·        Bei Technischer
Dokumentation gem. Sonstigen Marktregeln Kapitel 5 ist nun in der Prozessdatenbank
der Zusatz „Aus Konsultation“ gesetzt. Damit soll diese von nicht gem. Kapitel
5 der Sonstigen Marktregeln zustande gekommener Dokumentation (freiwilliger
Branchenstandard) unterschieden werden. Es ergeben sich folgende mögliche
Status-Kombinationen: „Aktiv“, „Aktiv, zukünftig“, „Inaktiv (Abgelaufen)“,
„Inaktiv (Konsultation)“ in Verbindung mit „Aus Konsultation“ oder „Nicht aus
Konsultation“. Die Logik der Filterung und Transparenz für Marktteilnehmer ist verbesserbar (eindeutige, intuitiv verständliche Bezeichnungen,
allenfalls Erläuterungen zu den jeweiligen Status)



·        Die
Filterung von Prozessen nach Status „Konsultation“ liefert keine Einträge. Diese
sind nur über den Menüpunkt „Konsultationen“ einsehbar. Dies lässt darauf
schließen, dass die unter dem Menüpunkt „Prozesse“ veröffentlichten Einträge
nur einen Ausschnitt der gesamten Datenbank darstellen.



·        Gemeinsam
mit den Prozessen wird auch das Schema „Repayment (01.11)“ Teil der Technischen
Dokumentation. Das zweite verwendete Schema „CPNotification (01.10)“ wurde
bereits mit den Customer-Prozessen konsultiert und wird ebenfalls Teil der
Technischen Dokumentation.



·        Der
Punkt „Übertragung“ in den Prozessbeschreibungen ist leer - die Anwendung von
EDA oder Self Storage als Übertragungsweg für diese Prozesse ist damit nicht
definiert, wurde nicht konsultiert und wäre daher nicht Bestandteil der
Technischen Dokumentation.



·        Bei
allen in den Prozessen angegebenen Fristen darf es keine Widersprüche zu gesetzlichen
Fristen und jenen im Mustervertrag_Vorleistungs-Rückläufermodell_20171121.docx
geben.



·        Hilfreich
wäre, bei jedem Prozess eine kurze einführende Erklärung der Anwendung oder ein
Beispiel für die Prozessauslösung anzugeben, um etwaige Missverständnisse zu
vermeiden. Im Prozess RP_REQ_ZV – Anforderung Rückforderung Zahlungsverzug
wurde dies bereits umgesetzt.



·        Für
einige Marktteilnehmer wäre es vermutlich hilfreich, die Homepage www.ebutilities.at, die Konsultationen selbst und auch die
Aufforderungs-Emails zur Konsultation zusätzlich auch in englischer Sprache
anzubieten.



·        Abkürzungen
oder Begriffe, wie z.B. „Standard-VZ“, sollten zumindest einmal erklärt werden.



·        Abgesehen
vom Prozess „RP_REQ_BT - Anforderung Betreibungstrennung“ findet sich bei allen
anderen Prozessen in der Prozessbeschreibung der Hinweis, dass der
Lieferant/Versorger die Möglichkeit hätte, eine etwaige Betragsdifferenz
zwischen dem von ihm sowie vom Netzbetreiber ermittelten Rückforderungsbetrages
bilateral zu klären. Jedoch ist die Frist hierfür von Prozess zu Prozess
unterschiedlich. Woraus ergeben sich diese unterschiedlichen Fristen für die
gleiche Tätigkeit? Und warum ist im Prozess „RP_REQ_SR - Anforderung
Rückforderung Schlussrechnung“ hierzu keine Frist vorgesehen?



·        Abgesehen
vom Prozess „RP_REQ_BT - Anforderung Betreibungstrennung“ ist in der Prozessbeschreibung
aller anderen Prozesse die Überweisung des Rückforderungsbetrages vom
Netzbetreiber an den Lieferanten/Versorger beschrieben. Hierzu ist angeführt,
dass die AT-Nummer die des Netzbetreibers sein müsse. Es ist nicht ganz klar, welche
AT-Nummer in diesem Zusammenhang gemeint ist (die vom BKO vergebene Lokalnummer
zur eindeutigen Identifikation des Marktpartners oder die IBAN).