Stellungnahme zu Prozess - XX_IN_NB_LF (00.99) Elektronischer Rechnungsdatenaustausch Netzbetreiber-Lieferant

  
Von XX Clemens Wöger 
Datum21.04.2017 
Text



Die Energie AG Oberösterreich Power Solutions
GmbH erhebt grundsätzlich keine Einwände gegen den Konsultationsvorschlag.



Ungeachtet dessen wird ersucht, folgende
Punkte zu berücksichtigen:




Entgegen der bisherigen Möglichkeiten im
Schema sollen, bis auf Mahnspesen und Verzugszinsen (eigene Produktnummer)
keine untere Positionen (PaymentPositions) mehr in der Faktura angeführt
werden. Allfällige untere Positionen sollen als PaymentInfoPositions in der
Faktura mitgegeben werden können (SOFG, AKON,…). Eine Erweiterung der
Fakturainfopositionsqualifier ist dazu erforderlich. Damit soll erreicht
werden, dass zwischen buchungsrelevanten und nicht-buchungsrelevanten
Positionen (z.B. Informationen über offene Posten) klar unterschieden wird und
diese gesondert verarbeitet werden können.

Es wäre auch zu überlegen, die „Kontenpflege“
(Informationen über offene Posten) grundsätzlich von der elektronischen
Übertragung auszuschließen, da die üblichen Mahnprozesse dafür vorgesehen und
ausreichend sind (auch zur Vermeidung von „Datenflut“ aufgrund von zeitlichen
Überschneidungen von offenen Posten, die bereits in Zahlungsläufen sind, usw.).


Zusätzlich möchten wir folgende Themen zur
elektronischen Netzrechnung mit der Bitte um Berücksichtigung anmerken: 



1) Brennwert, Zustandszahl, Umrechnungsfaktor 

Die Faktoren Brennwert, Zustandszahl und
Umrechnungsfaktor können über zwei verschiedenen Variationen von einem
Netzbetreiber versandt werden:



  • Verrechnungsbrennwert und Zustandszahl
  • Verrechnungsbrennwert und Umrechnungsfaktor


Aufgrund der Wahlmöglichkeit des
Netzbetreibers entweder die Zustandszahl oder den Umrechnungsfaktor zu
übermitteln ist eine dem §126 GWG entsprechende Rechnungsdarstellung der
gemessenen Menge [bm³], sowie des Energieinhaltes [kWh] für den Versorger nicht
zweifelsfrei möglich. Daher ist es erforderlich, dass die Netzbetreiber alle
drei Parameter übermitteln.

Der Versorger kann den Umrechnungsfaktor nicht
exakt errechnen da dieser die Anzahl der Nachkommastellen nicht bestimmen kann.
Daraus kann folgendes Fehlerbild entstehen: Die manuelle Rückrechnung von W
[kWh] auf Q [bm³] kann einen geringfügig anderen Wert ergeben.

Es kann nicht garantiert werden das U = Z *
HS  (die Z-Zahl hat hier nur der
Netzbetreiber, nicht der Versorger) kongruent mit U = W/Q (Berechnung durch den
Versorger) ist.

Um Rundungsdifferenzen bei der Berechnung zu
vermeiden ist es daher sinnvoller wenn der Versorger keine eigene Berechnung
durchführt, sondern die Werte des Netzbetreibers für die Darstellung auf der
integrierten Rechnung ( Energie und Netz) direkt übernimmt.




2) Nachkommastellen 

Der Verbrauch und die Leistung werden im
Erdgasbereich mit einer unterschiedlichen Anzahl von Nachkommastellen von den
jeweiligen Netzbetreibern verschickt.


Bei den Versorgern mit integrierter
Rechnungslegung entsteht hier ein mangelhaftes Gesamtbild, da diese ihre
Commodity Abrechnungsmengen entweder ganz ohne oder eben mit unterschiedlich
vielen Nachkommastellen darstellen. Es ist daher sinnvoll eine
Vereinheitlichung der erlaubten Nachkommstellen zu generieren.




3) Lastprofile und Netzabrechnungsmenge 

Derzeit gibt es teilweise Unterschiede
zwischen Lastprofilwertesummen (Lastprofil Stundenwerte in kWh aufsummiert) mit
der übermittelten Netzabrechnungsmenge. Es sollte sichergestellt werden, dass
diese Werte immer übereinstimmen.



4) Fristen zur Übermittlung der elektronischen
Netzrechnung

Bei Zählpunkten mit elektronischer Auslesung
sollen im Datenübermittlungsvertrag kürzere Fristen für die Übermittlung der
elektronischen Netzrechnung vereinbart werden. Drei Wochen sind für diese Fälle
ein unpassender Zeitraum, sinnvoll wären beispielsweise 6 Tage.





Für Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung.




Mit freundlichen Grüßen

Energie AG Oberösterreich Power Solutions GmbH